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Bayerische Brotzeit

Kartoffelkäse, Obatzter und Presskopf

Nichts ist so bayrisch wie eine zünftige Brotzeit. Als Zwischenmahlzeit oder Abendessen kommt sie stets herzhaft daher. Das erste Gericht hat überraschenderweise überhaupt nichts mit Käse zu tun. Es war zu früheren Zeiten eine typische Mahlzeit für Erntehelfer, oft auch als Brotaufstrich zu Schinken und Bier.
1 Kg Kartoffeln, 300 g Zwiebeln, 1 bis 2 Becher Sauerrahm, Petersilie, Schnittlauch, Salz, Pfeffer, Kümmel nach Belieben.

Kartoffeln kochen und zerstampfen. Zwiebeln sehr fein schneiden und unter die Kartoffeln mengen. nach und nach den Sauerrahm zufügen, so dass eine dickliche, streichfähige Masse entsteht. Die Kräuter je nach Geschmack zufügen.

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Auch wenn der Name nicht viel über den Inhalt verrät, der "Obatzte" - frei übersetzbar mit "Angedrückter, Vermischter" - ist tatsächlich eine Art Käsecreme. Ursprünglich diente er der Verwertung von Weichkäseresten.
Für das klassische Rezept benötigt man 100-200 g recht reifen Camembert, 75 g Butter, 1 Zwiebel, Salz, Pfeffer, Paprika, Kümmel, Weißbier

Der Camembert wird von der Rinde befreit und mit der Gabel zerdrückt, die Butter sehr schaumig gerührt und zugefügt. Die Zwiebel wird ganz fein gehackt und der Masse zugegeben, danach kommen die Gewürze dazu. Wichtig ist hierbei, reichlich Paprika zu verwenden. Ein Schuss Bier sorgt für die richtige, streichfähige Konsistenz. Der Geschmack mildert sich durch Beifügen von Frischkäse oder Quark. Garnieren mit frischem Schnittlauch und Radieschen.

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Der Begriff Presskopf bezeichnet eine Art der Kochwurst, bestehend aus Scheineschwarte und Fleisch. Sie ist am ehesten vergleichbar mit Schweinskopfsülze und wird als weißer, roter oder Hausmacher Presskopf angeboten.
Die Herstellung in Eigenregie ist außerordentlich aufwändig, man kann daher guten Gewissens auf die Metzgerei des Vertrauens zurückgreifen.
Im Zusammenspiel mit frischem Weizenbrot und oben beschriebenen Aufstrichen, garniert mit Zwiebelringen und sauren Gurken, Essig und Öl ist der Presskopf fester Bestandteil einer traditionellen Brotzeit und verdient daher die Erwähnung an dieser Stelle.

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