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Welcher Wein zum Essen

Welcher Wein paßt zu welchen Speisen?

Wer trinkt nicht gern zu einem guten Essen, einem großen Menü oder auch einem exquisiten Snack, eine hochwertige Flasche Wein? Ein Glas Wein in Gesellschaft, zu zweit bei einem romantischen Abend oder auch allein – ein Wein passt immer zu allem und jeder Situation. Ganz anders hingegen gestaltet sich die Frage im Bereich Weinart, unterschieden werden kann der Rosé Wein, der Rotwein und der Weißwein – ganz grob.

Welcher Wein ergänzt sich perfekt oder zumindest gut mit den kredenzten Speisen? Zudem muss der eigene Geschmack beachtet werden, denn was nützt ein ausgezeichneter Wein von besten Trauben, der sich für das bevorstehende Menü hervorragend eignet, aber absolut nicht schmeckt.

Abgesehen von all diesen Aspekten, können einige allgemeine Richtlinien, ganz klassische Kombinationen, fest gehalten werden, die sich immer wieder bewehrt haben.

1. Regionales zu Regionalem – Esskultur und Weine!
Natürlich birgt jede Region ihre eigene Esskultur, spezielle Gerichte und einheimische Spezialitäten sind die Besonderheiten einer jeden deutschen (dem jew. Land entsprechenden) Küche. Bei solch einem Gericht, liegt man nie falsch, einen Wein zu wählen, welcher auch aus dieser Region stammt, dessen Trauben dort wachsen oder welcher dort hergestellt beziehungsweise gelagert wird. Wein und Speisen der gleichen Region, verbindet eine gewisse ähnliche Tradition im kulinarischen Bereich – das Klima, der Boden und das Wasser sind Komponenten, die in Wein und Speisen der gleichen Region enthalten sind.

Allerdings darf nicht vergessen werden, dass es noch andere Aspekte und Regeln gibt, welche darauf hindeuten, dass auch Region unabhängige und sogar interkontinentale Geschmacksharmonien bestehen können. So zum Beispiel passt der Elsässer Gewürztraminer hervorragend zu thailändischen und chinesischen Gerichten, genauso wie ein Riesling oder ein Albarino aus Nordspanien.

Fisch und Meeresfrüchte

2. Qualität und Qualität ergänzen sich hervorragend!
Nach einem alten Leitspruch sollte sich der Wein auf gleicher Stilhöhe des servierten Gerichtes befinden. Das bedeutet also, dass zu einem fünf Gänge Menü eines Sterne Kochs kein Wein aus dem Supermarkt serviert werden sollte. Gleiches gilt für den Geschmack! Delikate Aromen ergänzen sich hervorragend mit einem feinen, leichten Wein – das eher kräftige Essen mit Fleisch und Gemüse kann mit einem alkoholreichen und schweren Wein kombiniert werden.

Ein weiteres Beispiel, Speisen mit eher säuerlichem Geschmack oder Inhalten wie Zitrusfrüchte, Tomaten, etc. lassen sich auch mit einem säuregetränkten Wein, beispielsweise ein Riesling oder ein Sauvignon Blanc, zusammen genießen. Das gleiche gilt auch für das Dessert, der Wein sollte mindestens genauso süß schmecken, wie die Nachspeise selbst. Eher runde und reifen Weine eignen sich optimal zu süßen Gemüsen wie Karotten, etc.

Die Einzelheiten – Welche aromatischen Partner passen zusammen?

3. Garnelen und Meeresfrüchte:
Muscheln, Scampi, Hummer, Austern, Garnelen, etc., zu diesen meist sehr hochwertigen Leckereien passen frische, säuerliche und vor allem pikante Weißweine, als Beispiel kann hierfür der Riesling, der Pinot Grigio oder der Sauvignon Blanc genannt werden. Ebenso gestaltet sich die Kombination dieser Meerestiere mit einem samtigen und weichen Rotwein interessant, das meist vorhandene Beerenarmona, welches z.B. der Spätburgunder, der spanische Rioja oder der Pinot Noir enthält, rundet den Geschmack der Meeresfrüchte ab.

4. Gegrillter und gebratener Fisch:
Zu Gerichten, in denen gegrillter beziehungsweise gebratener Lachs, Thunfisch, Rothbarsch, etc. enthalten ist, kann Chardonnay serviert werden, generell Weine mit einem würzigen bis rund-toastigen Aroma.

Geflügel und Fleisch

5. Helles Geflügelfleisch und Schweinefleisch
Ähnlich gestaltet es sich mit Geflügelfleisch (Huhn, Truthahn) und Schweinefleisch, jene harmonieren ganz ausgezeichnet mit beispielsweise einem Riesling, einem Sauvignon Blanc oder einem Chardonnay – allgemein kann hierbei fest gehalten werden, dass sich jene Art von Gerichten mit knackig frischen bis blumig aromatischen Weißweinen kombinieren lassen. Wer lieber einen guten Rotwein bevorzugt, kann sich auf Weine mit einem kräftigen Beerenaroma konzentrieren, wie zum Beispiel auf den Pinot Noir.

6. Thailändische und chinesische Gerichte

Die exotische wohlschmeckende asiatische Küche ergänzt sich perfekt mit blumig-aromatischen Weißweinen, welche ein intensives Aroma und ein natürliches Bouquet besitzen. Da nicht in jedem Hobbykoch ein Weinkenner steckt, kann auf die empfohlenen Weine, wie zum Beispiel dem Elsässer Gewürztramminer, dem Albarino oder Müller-Thurgau aus Deutschland, zurück greifen.

7. Steak und Roastbeef
Wie bereits erwähnt, stellt die Kombination saftiger, fruchtiger und intensiver Rotweine mit einem Johannisbeer-Aroma und Steak beziehungsweise Roastbeef, ein interessantes und sehr harmonisches Geschmackserlebnis dar – ausprobiert werden können zu diesem Gericht ein Merlot aus Chile oder ein Zinfandel aus Kalifornien, ebenso ein idealer Partner, der Cabernet Sauvignon.

Pasta und Wild

8. Dunkles Fleisch mit Sauce
Alle Fleischgerichte, die mit schweren und sahnehaltigen Saucen serviert werden – Rouladen, Rinderbraten, Filet – können mit samtigen Rotweinen, welche mit ihrem Erdbeeraroma überzeugen, serviert werden. Gemeint sind Weine wie der Pinot Noir, Spätburgunder oder die Spanier Rioja und Navarra.

9. Ente, Gans und Wild
Im Bereich Fleisch dürfen die Ente, die Gans und das Wild natürlich nicht vergessen werden; ganz gleich in welcher Form, die Gerichte ergänzen sich stets optimal mit würzigen und warmen Rotweinen. Als Beispiel können der australische Shiraz, der Côtes du Rhone Villages aus Frankreich oder der Zinfandel aus Kalifornien genannt werden. Das sehr kräftige Aroma der Ente, der Gans und dem Wild kombiniert mit einem der eben genannten Rotweine mit ihren dichten Beeren- und Schokoladenaromen, ergeben ein herrliches Gaumengefühl.

10. Die Italienische Pasta - Spaghetti, Lasagne und Pizza

Nicht zuletzt muss noch der Deutschen Lieblingsspeisen erwähnt werden, die Italienische Pasta. Ganz nach der Regionalregel, passen die italienischen Klassiker auch zu typisch italienischen Rotweinen. In Frage kommen beispielsweise der Chianti, der Barbera, der Barolo oder der Sangiovese – diese vier Weine überzeugen auch den Kenner mit seinen samtigen und fruchtigen Aromen. Die tanninarmen, milden und gleichzeitig etwas säuerliche schmeckenden Rotweine wie zum Beispiel ein Merlot oder der Beaujolais aus Frankreich, sind ebenso hervorragende Begleiter für italienische Speisen.

Abschließend kann erwähnt werden, dass sich Speisen und Weine generell immer hervorragend ergänzen, wenn die Charaktere des Gerichts und des Weins harmonieren, so dann können sich die Aromen optimal entfalten und ein harmonisches Geschmackserlebnis bieten. Ebenso sollte nicht vergessen werden, dass sich Gegensätzlichkeiten im Bereich der Speisen und des Weins nicht anziehen – sie ergeben einen weniger interessanten Kontrast, eher sollte man sich an die allgemein bekannten oder eben aufgezählten Regeln halten. Wer sich gar nicht zu helfen weiß, kann immer noch ein gutes Weingeschäft aufsuchen und sich vom Fachpersonal beraten lassen.