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Dekoration der Festtafel

Dekoration und Decken der Festtafel

Der gedeckte Tisch - er ist der erste Blickfang, den Gäste zu sehen bekommen, wenn sie zum Essen eingeladen sind, er soll Lust auf mehr machen. Eine tolle Dekoration und sorgfältiges Gedeck zeigen den Gästen, dass sie willkommen sind und man sich auf sie freut. Der Tisch stimmt sie auf das Folgende ein und verspricht hoffentlich, was das Essen dann halten wird. Der gedeckte Tisch gibt auch die Stimmung des Abends vor, beziehungsweise des Morgens beim Brunch oder des Nachmittags bei der Kaffeetafel etc. Je nachdem ob elegant oder rustikal eingedeckt ist, puristisch oder verspielt, kann und wird sich das durchaus auf das Verhalten von Gästen und Gastgebern auswirken.

Die festlich gedeckte Tafel gehört damit genauso zum Essen wie die Speisen selbst. Wer sich lange Gedanken über die Speisefolge macht, frische Zutaten und tolle Weine einkauft und in der Küche steht, um ein schönes Essen zuzubereiten, der sollte bei der Präsentation genauso sorgfältig vorgehen um das Bild abzurunden.

Gedeck - Basis eines jeden Essens und Vorgeschmack auf die Speisefolge
Das Gedeck besteht aus den für die Speisefolge benötigten Tellern, Bestecken und Gläsern sowie den Servietten. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass alle Bestandteile sauber und poliert sind, niemand trinkt gerne aus Gläsern mit Fingerabdrücken und Lippenstiftspuren und wenn das Familien-Silber zum festlichen Anlass herausgeholt wird, dann sollte es von Oxidationsspuren befreit werden.

Das Auge isst mit

Während Dekoration Geschmacksache ist und Köche sich auch dafür entscheiden können, ihre Gerichte für sich selbst sprechen zu lassen, ist das Gedeck unumgänglich und formal geregelt. Gibt es keine Menükarte, ist es auch eine Orientierung für den Gast, er kann sehen, was ihm in ungefähr serviert werden wird.

Ob die Teller schon am Platz stehen oder erst mit den angerichteten Speisen gereicht werden, wird individuell entschieden, der Vorteil der letzteren Variante ist natürlich, dass Teller dann angewärmt werden können. Gläser und Besteck werden jedoch in festgelegter Folge bereitgelegt. Die einzuhaltende Folge dabei ist beim Besteck, dass Messer mit der Schneide nach innen sowie Suppen- bzw. Pasta-Löffel und auf der rechten Seite und Gabeln links liegen. Die Serviette liegt auf dem Teller oder links außen. Eingeladene Linkshänder werden sich freuen, wenn man an ihrem Platz auf sie eingeht, es ist aber kein Muss.

Grundsätzlich kommen alle Bestecke der Speisefolge entsprechend von außen nach innen zum Einsatz. Das bedeutet für ein klassisches Menü liegt ganz außen das Besteck für die kalte Vorspeisen wie Terrinen oder Salate, dann folgt der Löffel für die Suppe oder das Besteck für die warme Vorspeise. Anschließend folgt das Fischbesteck und direkt am Tellerrand liegt das Besteck für den Hauptgang. Werden andere Werkzeuge benötigt, reiht man sie in diese Folge ein. Mehr als vier Bestecksätze sollten allerdings nicht nebeneinander gedeckt werden, wenn das Menü noch mehr Gänge umfasst, wird zusätzliches Besteck mit dem jeweiligen Gang serviert.

Geschirr, Gläser und Bestecke

Das Besteck fürs Dessert liegt quer oberhalb des Tellers und zwar der Löffel mit dem Griff nach rechts über der Gabel mit dem Griff nach links. Wird ein Brotteller bereitgestellt, hat dieser seinen Platz links schräg über den Gabeln. Auch die Teller für Beilagensalate stehen auf der linken Seite.

Die Gläser werden in einer Reihe oder versetzt rechts oberhalb der Messer gedeckt. Ganz außen das Wasserglas, dann die Weingläser, nach Servierfolge von außen nach innen. Konventionell wäre das also Weißweinglas und dann Rotweinglas, wenn zwei verschiedene Rotweine gereicht werden, dann werden nach der hohen Schule auch zwei Rotweingläser gedeckt.

Wie streng all diese Regeln eingehalten werden, hängt von der Eleganz und Formalität des Festes ab und von den eigenen Geschirr und Besteck-Kapazitäten. Wenn nur ein kompletter Satz an Porzellan und Besteck für alle Gäste vorhanden ist, ist es letztendlich vielleicht eine schönere Variante am Tisch zu servieren, anstatt ein zusammen gewürfeltes Pottpourri unterschiedlicher Teller zu präsentieren.

Dekoration - I-Tüpfelchen und Stil-Wegweiser

Je nach gewählter Menüfolge oder Thema können Gedeck und Dekoration sich darauf beziehen. Die Möglichkeiten sind dabei unbegrenzt und richten sich natürlich in erster Linie nach dem Festanlass oder nach den gereichten Speisen. Bei Hochzeiten und Taufen herrscht meistens edles Weiß vor, für die Weihnachtstafel sind die Klassiker Rot, Grün und Gold typisch, aber an sich gelten keine farblichen Vorgaben und auch ansonsten sind kaum Festlegungen gemacht.

Der Gastgeber kann den Tisch nach seinem ganz eigenen Stil und Geschmack gestalten. Wie eingangs erwähnt, ist die Dekoration auch immer ein Signal an die Gäste, eine Tafel voller bunter Luftschlangen, Figürchen und Besteck mit Holzgriffen provoziert eine völlig andere Stimmung als ein schlichter einfarbiger Tisch mit edlen Kristallgläsern und Silberbesteck.

Immer beliebt ist eine jahreszeitgemäße Dekoration mit Früchten und Pflanzen der Saison, dies entspricht ja auch dem Trend beim Kochen auf regionale und saisonale Zutaten zurückzugreifen. Aber auch Mediterranes steht hoch im Kurs.

Klassische Bestandteile der Dekoration sind Tischdecke und Tischsets, Platzteller, Blumenschmuck und Kerzen. Aber der Fantasie sind bei weiteren dekorativen Elementen keine Schranken gesetzt. Sand, Kies, Blätter oder andere streubare Gegenstände, Porzellan-, Glas- und Holzfiguren und vieles mehr können benutzt werden.

Mit selbst gestalteten Tisch- und Menükarten kann der Stil der gewählten Dekoration aufgenommen werden und die Gäste haben einerseits die Möglichkeit noch einmal nachzulesen, auf was sie sich freuen können und andererseits ein Erinnerungsstück, das sie mit nach Hause nehmen können.

Grundsätzlich gilt für jede Dekoration, dass sie dem Essen nicht die Show stehlen sollte. Das bedeutet im Detail, für den Blumenschmuck sollten möglichst Blumen mit weniger intensivem Geruch gewählt werden, genauso sollten Kerzen möglichst geruchsfrei sein und nicht rußen. Außerdem ist es wichtig, dass Kommunikation und Blickkontakt nicht gestört sind, also die Dekoration keine Barrieren bildet und natürlich sollten alle Gäste genug Platz und Bewegungsfreiheit haben. Bei der Frage mehr Platz oder mehr Dekoration muss der Komfort des Gastes im Vordergrund stehen.